Lieblings-Knuspermüsli

Lange, laaange hat es gedauert bis zu meinem ersten Blogeintrag. So gar nicht im Sinne von „Einfach mal machen…“. Ich habe ewig überlegt, was ein geeigneter und würdiger erster Beitrag für meinen kleinen Blog sein könnte. Etwas Schickes sollte es sein, am besten eine spektakuläre Torte oder hübsche Macarons.
Zur gleichen Zeit habe ich aber auch meine Liebe für selbstgemachtes Knuspermüsli entdeckt. Und irgendwann war klar, dass es für den ersten Beitrag eigentlich gar nichts anderes sein kann, als dieses Rezept.

Knuspermuesli-2

Für lange Zeit war ich mit gekauftem Knuspermüsli (der Dinkelvariante von Alnatura) eigentlich ganz zufrieden und fand die Leute, die von selbstgemachtem Knuspermüsli oder der US-Version Granola geschwärmt haben, fast schon ein bisschen wunderlich. Es klang nach viel Aufwand für etwas, das man ganz ordentlich auch schon fertig kaufen kann. Irgendwann war ich dann aber doch neugierig, habe mich durch diverse Rezepte im Netz gelesen und beschlossen, es mal selbst auszuprobieren. Und, ach… es war SO gut! Und gar nicht mal so viel Aufwand, im Verhältnis zum leckeren Ergebnis. So habe ich mir dann nach und nach aus verschiedenen Rezepten und eigenen kleinen Änderungen mein absolutes Lieblingsmüsli zusammengebaut, nach dem ich seither fast schon süchtig bin.

Das Rezept unten ist momentan mein Standardmüsli und beinhaltet ziemlich viel „Schickschnack“. Der einzige Wermutstropfen dabei ist der hohe Preis einiger Zutaten. Gerade Kokosöl und Pekannüsse sind leider ziemlich teuer, deshalb kann man hier natürlich gerne auch auf günstigere Alternativen ausweichen. Das Müsli kann allgemein ganz einfach abgewandelt werden, so können zum Beispiel die verschiedenen Süßungsmittel, Nüsse und Samen jederzeit ausgetauscht und das Ganze dadurch auch deutlich vereinfacht werden. Ihr solltet nur darauf achten, dass die Gesamtmenge und der Anteil an trockenen und feuchten Zutaten ungefähr gleich bleibt. Da ich bei meinen ersten Müsli-Experimenten immer amerikanische Rezepte als Grundlage genommen habe, sind die Mengenangaben in diesem Rezept zum Teil in Cups. Weil ich häufig Amerikanisches backe, hat sich die Anschaffung von Cup-Messbechern für mich schon vor Jahren gelohnt und ich werde hier auch immer mal wieder Rezepte mit Cup-Angaben veröffentlichen. Wenn ich demnächst mal wieder einen Müsliberg mache, werde ich aber auch mal alle Mengenangaben in Gramm und Milliliter umrechnen.

Lieblings-Knuspermüsli

Zubereitungszeit (inkl. Backzeit): ca. 1,5 Stunden
Backzeit: 1 Stunde

Zutaten:

  • 1/4 Cup Kokosöl
  • 1/2 Cup Rapsöl
  • 1/4 Cup + 2 EL flüssiger, kräftiger Honig
  • 1-2 EL Agavendicksaft
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1-2 EL brauner Zucker oder Muscovado Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zimt (am besten den gesünderen Ceylon Zimt)
  • 1 TL Vanilleextrakt (alternativ 1/3 des braunen Zuckers durch Vanillezucker ersetzen)
  • 2 Cups Basis-Müsli oder Haferflocken (ich nehme das Basis-Müsli von Bio-Zentrale)
  • 2 Cups Dinkelflocken
  • 1/4 Cup Mehl
  • 3/4 Cup Pekannüsse, grob gehackt (alternativ Walnüsse)
  • 1/4 Cup Pistazien ungesalzen, grob gehackt
  • 1/4 Cup gehobelte Mandeln
  • 1/2 Cup Rosinen*
  • 1/2 Cup getrocknete Cranberries, gezuckert
  • 1/3 Cup Samen (z.B. Leinsamen, Flohsamen, Sesam, Chia)

* Die allgegenwärtigen Rosinenhasser können diese natürlich gerne ersetzen oder  einfach komplett weglassen 🙂

Den Backofen auf 140 Grad (Unter-/Oberhitze) vorheizen. Das Kokosöl in der Mikrowelle schmelzen (dauert bei 800 Watt nur ca. 30 Sekunden), dann in einer großen Schüssel mit Rapsöl, Honig, Agavennektar, Ahornsirup und braunem Zucker mischen. Klebrige braune Zuckerarten wie Muscovado-Zucker siebe ich immer noch mal, weil sonst beim Backen extrem harte und zahngefährliche Klümpchen entstehen können.

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Vanilleextrakt, Zimt und Salz dazu geben und gut verrühren. Dann die Flocken, die Samen und das Mehl dazu geben und alles sorgfältig so lange rühren, bis alle trockenen Zutaten mit der Flüssigkeit bedeckt sind. Die Masse sollte ein bisschen klebrig sein, damit am Ende auch alles wirklich knusprig wird und sich bestenfalls sogar größere Klumpen bilden.

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Die Müslimasse in einen Bräter mit Antihaftbeschichtung füllen, auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und 20 Minuten backen. Nach 20 Minuten die gehackten Nüsse (mit Ausnahme der gehobelten Mandeln) gut unterrühren, dann kommt der Bräter zurück den Backofen. Die Temperatur sollte an dieser Stelle auf 130 Grad reduziert werden. Nach weiteren 20 Minuten werden noch die gehobelten Mandeln, die Rosinen und die Cranberries gut untergerührt, bevor das Ganze noch mal für 20 Minuten weiter gebacken wird. Während diesem letzten Abschnitt sollte man das Müsli ein bisschen im Auge behalten, da jeder Ofen unterschiedlich heizt und das Ganze nicht zu braun werden soll.

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Nach den letzten 20 Minuten das Müsli aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen. Während des Abkühlens sollte man das Müsli auf keinen Fall mehr umrühren, da dadurch der Knuspereffekt zum Teil verloren geht. Ich drücke das Ganze, wenn es noch heiß ist, etwas platt, weil ich die größeren Knusperklumpen mag.

Nach dem Abkühlen das Müsli in ein gut verschließbares Gefäß umfüllen und am besten den Rest direkt aus dem Bräter naschen. Ich mag das Müsli am liebsten mit einer Mischung aus Milch und Joghurt (danke für den Tipp, Mama!) und mit frischen Beeren. Es schmeckt aber natürlich auch ganz traditionell mit Milch und ohne Obst sehr lecker.

Guten Appetit!

Knuspermuesli

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