Selbstgemachte Fondant-Formen

Wie ich im Beitrag zu den Strandkeksen geschrieben habe, habe ich schon seit Jahren davon geträumt, endlich meine eigenen zu backen. Von den Schwierigkeiten, eine passende Fondant-Form für kleine Muscheln zu finden und von meiner großen Freude, als ich Silikonform zum Selbstbauen entdeckt habe, habe ich dort ja auch dort bereits berichtet.

Strandkekse 3

Da ich zusätzlich zu den Muscheln auch noch ein paar andere Meerestierchen auf den Keksen ausprobieren wollte, stand ich noch vor einem zweiten Problem. Wo bekomme ich denn nun so kleine Tierchen her, die ich als Vorlage für die Formen nehmen könnte? Und wieder habe ich überlegt und überlegt, im Internet gesucht, wieder überlegt. Irgendwann ist mir dann plötzlich eingefallen, dass ich als Kind beim Zahnarzt nach jeder überstandenen Behandlung (wäh!) ein Mini-Gummitier von Schleich geschenkt bekommen habe. War da nicht ein Mini-Hummer dabei? Also hab ich die Überreste meines alten Spielkrams durchwühlt, und tatsächlich: ein Mini-Hummer! Hurra!

Endlich konnte es richtig losgehen mit meinem Strandkeks-Projekt. Wie die fertigen Kekse aussehen und gemacht werden, seht ihr hier. Da man damit ja aber noch eine ganze Menge mehr anstellen kann, dachte ich, ich zeige euch bei dieser Gelegenheit gleich noch, wie man Silikonformen selbst machen kann – obwohl das wirklich unglaublich simpel ist!

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Das ist bestimmt nichts für Jedermann, da es zuerst ja doch ein bisschen Aufwand bedeutet (Silikon-Kit bestellen, Formen machen etc.) und noch dazu bestimmt nicht jeder einer selbstgemachten Form für Nahrungsmittel traut. Ich bin eigentlich immer sehr skeptisch, wenn es und Chemie und Essen geht (verwende z.B. auch nur selten Lebensmittelfarbe und dann Azo-frei) . In diesem Fall habe ich allerdings keine Bedenken, da die Fondant-Verzierungen so klein sind, der Fondant nur ganz kurz in der Form ist und ich diese vorher komplett mit Bäckerstärke ausstreue, so dass der Fondant gar nicht mit der Form in Berührung kommt. Noch dazu sind die Formen, wie gesagt, von der FDA für den Einsatz mit Nahrungsmitteln freigegeben. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Formen auch im Backofen eine Weile ausdampfen lassen.

Das Ganze ist wirklich komplett simpel.

Zuerst die Vorlagen für die Formen gut reinigen, trocknen und bereit legen.

Für die Formen habe ich das Silikon-Kit von Easy Mold benutzt. In der Packung enthalten ist eine violette Masse und eine weiße Masse. Bei Massen müssen zu gleichen Teilen miteinander gemischt bzw. gut verknetet werden. Wie viel man für eine Form benötigt muss man grob abschätzen. Das Modell, das man abbilden will, sollte auf jeden Fall gut eingeschlossen und der Rand nicht zu dünn sein. Ist der Rand der Form allerdings zu dick, wird sie unflexibel und die späteren Fondant-Teile sind schwer aus der Form zu lösen.

Von beiden Massen also die benötigte Menge entnehmen, zu einer Kugel formen und dann beide Kugeln miteinander verkneten.

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Dabei muss man sich ein bisschen beeilen, weil die Mischung schon nach kurzer Zeit beginnt, fest zu werden. Wenn die Silikonmasse eine einheitliche Farbe hat und keine Schlieren mehr zu sehen sind eine kleine Kugel formen und leicht flach drücken. Die sauberen Vorlage in die in die Kugel drücken und den Rand leicht andrücken:

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Die Form 25 Minuten trocknen lassen. Danach das Modell aus der Form entfernen, die Form noch mal 30 Minuten trocknen lassen und dann mit warmem Wasser und Spülmittel kurz reinigen. Danach kann die Form schon verwendet werden. Ich pudere die Formen immer gut mit Bäckerstärke aus, damit nichts kleben bleibt.

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