Leuchtende Halloween-Kürbisse

Ich bin ja leider sowas von zu spät Halloween 2016, aber vielleicht freut ihr auch ja trotzdem schon mal über eine sehr frühe Inspiration für’s nächste Jahr?

Obwohl ich überhaupt kein großer Fan vom Verkleiden und auch nicht von Gruselzeug bin, liebe ich Halloween. Kaum ein Ereignis im Backjahr (von Weihnachten mal abgesehen) macht so viel Spaß, wenn man es gerne auch mal ein bisschen basteliger und verspielter mag. Eigentlich hatte ich für Halloween dieses Jahr richtig viel vor (unter anderem wollte ich die einzelnen Bestandteile meines Halloween-Tischs aus dem letzten Jahr noch mal machen, weil ich das leider nur gruselige (haha) Bilder gemacht habe), aber leider kam mir beruflich dann ein riesiger Berg Arbeit dazwischen. Eine Sache habe ich beim Rumstöbern im Vorfeld allerdings gesehen, für die einfach irgendwie Zeit sein MUSSTE:

Ein Brownie-Feld mit Halloween-Kürbissen – und die von innen beleuchtet!

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Gefunden habe ich das Ganze bei youtube, und zwar hier.

Zugegeben, das ist wieder mal kein Rezept, das ganz einfach nachzumachen ist, weil man dafür einserseits ziemlich viel Schnick-Schnack und andererseits auch etwas Geduld und Spaß an Gepfriemel braucht. Aber sehen die kleinen Jack O’Lanterns nicht extrem süß aus? Und der Leuchteffekt ist natürlich im Dunkeln auch ziemlich beeindruckend.

Für die Brownies habe ich mein Lieblingsrezept von David Lebovitz verwendet, aus dem Buch „Ready for Dessert“ (das stelle ich hier bei Gelegenheit auch noch vor, weil die Brownies wirklich super lecker sind), aber das ganze funktioniert mit jedem Brownie-Rezept. Man sollte nur darauf achten, dass die Menge des Teiges zur Form passt. Die Brownies müssen mindestens 1,2 cm hoch sein, damit die Teelichter komplett versteckt werden können.

Die richtige Form für die kleinen Kürbisse zu finden ist deutlich schwieriger, da musste ich auch ein bischen rumprobieren. Die Kürbis-Hälften werden aus Candy Melts in kleinen Guglhupfformen gemacht und dann in der Mitte zusammengeklebt. Leider eignen sich nicht alle Guglhupfformen, die Form sollte keine scharfen Kanten haben und die einzelnen Wellen sollte gerade nach unten gehen, nicht gedreht, damit das Ergebnis einem Kürbis am Ende so ähnlich wie möglich sieht. Eine Silikonform eignet sich auf jeden Fall besser als starre Antihaft-Formen. Ich habe es ausprobiert und absolut keine Ahnung, wie die Dame im Video ihre Candy Melts Gugls so einfach aus der Form bekommen hat – meine haben sich keinen Millmeter aus der Form bewegt. Die Silikonform, die ich am Ende verwendet habe, ist eine von Aldi. Die elektrischen Teelichter gibt es bei amazon, z.B. hier.

Nachdem ich die Cake Melts von Birkmann in Orange nicht rechtzeitig bekommen habe, war ich zuerst sehr happy, als ich im Supermarkt welche von Ruf entdeckt habe, die zudem auch noch deutlich günstiger sind. Leider sind diese Cake Melts aber auch deutlich blasser als die von Birkmann (ich musste sogar mit zusätzlicher Lebensmittelfarbe nachhelfen), weshalb ich auf jeden Fall empfehlen würde, lieber etwas mehr Geld für die teureren Cake Melts auszugeben.

Wer noch mehr Anleitung möchte als meine Erklärungen und Bilder kann sich natürlich gerne auch Elise’s Video anschauen, da werden alle Schritte noch mal ausführlich erklärt.

Rezept

Ergibt 6 Candy Melt Kürbisse

Zutaten

1 Portion Brownieteig, ausreichend für eine längliche Form mit ca. den Maßen
300 g Candy/Cake Melts in Orange
20 g Zartbitterschokolade50g Butter
150 g Puderzucker
Etwas grüne Lebensmittelfarbe
Ca. 6 Oreo Kekse

Brownies gemäß Rezept backen und abkühlen lassen.

Die Cake Melts laut Packungsangaben in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Masse nie zu heiß wird (ist bei mir passiert, deshalb hatten manche der Kürbisse unschöne weiße Schlieren). Die flüssige Masse vorsichtig mit einem Teelöffel in die Mulden der Form füllen, ca. 1,5 TL pro Mulde. Die Glasur kurz etwas anziehen lassen, dann mit einem Telöffel (oder noch besser Eierlöffel) die dickflüsige Masse vorsichtig an den Wänden jeder Mulde hochziehen, sodass eine möglichst gleichmäßige Schicht entsteht. Dabei den Stempel in der Mitte jeder Mulde möglichst aussparen und darauf achten, dass keine Löcher oder tranparente Stellen mehr zu sehen sind.

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Wenn alle Mulden gleichmäßig gefüllt sind, die Form für ca. 10 Minuten in den Gefrierschrank geben.
Wenn die Schokolade fest ist, die Hälften ganz vorsichtig aus den Mulden drücken. Am besten geht das, indem man einen kleinen runden Gegenstand von außen gegen die Form drückt.

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Bei der Form, die ich verwendet habe, ist ganz oben an den Mulden jeweils noch ein glatter Rand, der am Ende den Kürbis-Eindruck stören würde. Sollte das bei eurer Form auch so sein, erwärmt ein Messer in heißem Wasser und schneidet diesen Rand vorsichtig ab. Die Hanschuhe sind nicht unbedingt notwenig, verhindern aber unschöne Fingerabdrücke auf den Kürbissen. Da die Candy Melt Hälften sehr dünn sind, solltet ihr trotzdem sehr zügig arbeiten, da sie sonst leicht schmelzen.

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Wenn alle Ränder abgeschnitten sind, die Hälften mit der Schnittkante nach unten auf ein warmes Backblech oder den warmen Boden einer Pfanne geben und die Kante kurz schmelzen lassen.
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Dann immer vorsichtig zwei Hälften an den Kanten zusammendrücken.

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Etwas Zartbitterschokolade schmelzen und mit einem Zahnstocher Gesichter auf die Kürbisse malen. Beiseite stellen und trocknen lassen.

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Aus dem „Brownie-Kuchen“ mit einem runden Ausstecher, der mininal größer ist als die LED-Teelichter vorsichtig vier Kreise ausstechen. Eventuelle Reste mit einem kleinen Löffel entfernen. Die ausgestochenen Reste für die Dekoration aufheben.

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Die Teelichter mit Frischhaltefolie umwickeln (das ist vielleicht nicht unbedingt nötig, aber da die Teelichter nicht aus lebensmittelgeeignetem Plastik sind, ist es so sicherer).

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Die Oberseite der Teelicher mit den ausgestochenen Brownie-Kreisen abdecken und leicht andrücken.

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Die Teelichter anschalten und in die ausgestochenenen Löcher geben. Dann jeweils einen der kleinen Kürbisse darauf setzen.

Butter und Puderzucker gut miteinander verrühren, mit Lebensmittelfarbe grün einfärben. In einen Spritzbeutel mit kleiner Blatt-Tülle (z.B. wie diese) geben und kleine Blätter auf die Oberseite der Kürbisse spritzen.

Oreo-Kekse aufdrehen, Füllung entfernen (und essen 🙂 ). Die Kekshälften in einen Frischhaltebeutel geben, diesen verschließen und dann die Kekse mit einem Löffel oder Wellholz auf der Arbeitsplatte zedrücken, bis feine Krümel entstanden sind. Mit den Brownieresten und Kekskrümel eventuelle Zwischenräume zwischen den Kürbissen und dem Brownie verdecken und weitere Krümel lose über die Oberfläche des Brownies streuen.

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Warten, bis es dunkel wird. Dabei übrige Brownie-Reste aufessen.

Happy Halloween!

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